Wie erstelle ich ein Positionierungsmodell?

Grundsätzlich stellt das Positionierungsmodell ein Marketing-Instrument dar, um Produkte/Leistungen der Konkurrenz mit den eigenen gegenüberzustellen.

Dabei ergeben sich möglicherweise interessante und vielversprechende Möglichkeiten, um ein Produkt wettbewerbsorientiert im Markt zu positionieren.

Warum?

Das Positionierungsmodell ermöglicht die Chance, ein potenzielles Alleinstellungsmerkmal zu finden.

Ich selbst habe dieses Modell erst kürzlich für die Recherche meiner Bachelor-Arbeit verwendet. Wichtig dabei ist es, die einzelnen Dimensionen – darauf gehe ich gleich noch genauer ein – sehr genau zu bestimmen. Denn die Eigenschaften (=Dimensionen) müssen auf alle Produkte – die in den Vergleich einbezogen werden sollen – passen.

Wie genau erstelle ich denn jetzt ein solches Positionierungsmodell?

Im Allgemeinen besteht das Positionierungsmodell aus 2 Achsen:

Der Horizontalen und der Vertikalen!

Hört sich an, wie aus dem Matheunterricht in der Schule?

Ja, damit ist es zumindest von den Äußerlichkeiten her auch vergleichbar:

Koordinatensystem

Eigendarstellung 1

Nur haben wir hier keine Zahlen!

Nun gilt es nämlich Eigenschaften zu finden, die allen Produkten einheitlich gerecht werden. Am einfachsten ist es natürlich Dimensionen wie Preis oder Qualität zu wählen.

Aber ich persönlich finde diese für das Positionierungsmodell zu oberflächlich. Allerdings zugegeben, es kommt selbstverständlich immer auf das Produkt an!

Und ebenfalls zugegeben: Es ist wirklich nicht einfach, die richtigen Dimensionen zu finden.

 

Um das Ganze ein wenig anschaulicher zu machen, möchte ich euch ein konkretes Beispiel geben. Aus gegebenem Anlass meiner laufenden Bachelor-Arbeit, stelle ich für euch ein Positionierungsmodell für Haarshampoos auf:

Dimensionen

Eigendarstellung 2

 

Auf der Horizontalen habe ich spontan die „Wirkung“ eines Shampoos festgelegt: Kraft oder Schonung?

Die vertikale Achse hingegen stellt die Aufmachung der Verpackung dar.

Bei der Bestimmung der einzelnen Dimensionen, ist es wichtig das Ziel im Auge zu behalten. Mit Ziel meine ich in diesem Fall nicht das Unternehmensziel oder das Marketingziel, sondern wenn ein Unternehmen ein neues Produkt in den Markt einführen will, geht es nach bestimmten Funktionen.

Am Beispiel für ein Haarshampoo: Verpackung!

Steht die Verpackung als eines der elementaren Eigenschaften im Fokus des neuen Produktes, so macht es natürlich auch Sinn (s. Modell-Beispiel 2) die Komponenten „bunt“ und „schlicht“ als mögliche Farbeigenschaften zu wählen.

Was dann?

Sind die Dimensionen für jede Achse beschrieben, kann damit begonnen werden, die relevanten Wettbewerber (die hoffentlich bekannt sind) mit dem jeweiligen Produkt in das Positionierungsmodell einzufügen.

Das könnte dann folgendermaßen aussehen:

Vergleich

Eigendarstellung 3

 

Insgesamt lässt sich daran erkennen, an welcher Stelle es Lücken im Markt gibt, in die ein Unternehmen mit einem neuen Produkt schlüpfen könnte.

Dazu müssen allerdings eine genaue Wettbewerbsanalyse, sowie die Vorstellungen/Ziel in Bezug auf das neue Produkt vorliegen.

 

Ein weiteres Beispiel für ein Positionierungsmodell.

 

 

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2 Comments

  1. […] diesen oft lästigen Vorgang zu vereinfachen, kann ich das sogenannte Positionierungsmodell […]

    Reply

  2. […] wollen viele erstmal ein klassisches Positionierungsmodell erstellen, um einen groben Überblick davon zu bekommen, in welcher Ecke des Marktes die gute alte […]

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Über mich


Ich bin Alexa, 22 Jahre alt und frisch gebackene Bachelorette in Medien- und Kommunikationsmanagement. Im Prinzip kann man mich als Kommunikations-Fetischistin und Wortfindungsfreak bezeichnen. Aber hier in meinem Blog, versuche ich mich mit Wort-Neubildungen eher zurückzuhalten. Hier dreht sich hauptsächlich alles um das Thema Content Marketing und mit welchen Tipps ihr euren Blog zum großen Hai unter kleinen Fischen machen könnt.

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