Kommunikation
Wie du neue Content-Ideen sinnvoll bewertest!

Wie du neue Content-Ideen sinnvoll bewertest!

Mit dem Start eines neuen Jahres (wobei das Jahr auch schon nicht mehr allzu frisch ist 😉 ) stellt sich auch (spätestens) die Frage: Welche Themen sollen dieses Jahr in meinen Redaktionsplan?

In der Regel läuft der Prozess bis zum fertigen Redaktionsplan grob wie folgt ab:

  1. Brainstorming
  2. Auswahl
  3. Planung
  4. Produktion

Doch leider können nicht immer alle Ideen am Ende überleben: Entweder sie schaffen es nicht zu einem ganzen Artikel oder sie passen nicht alle in die Planung für ein Jahr! Und genau an dieser Stelle kommt die Content-Erstellung ins Stocken, denn: Welche Ideen nehme ich in die engere Auswahl für die weitere Planung?

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Warum die Ideen-Bewertung wichtig ist und welche Voraussetzungen dafür nötig sind
  • Warum es wichtig ist, auch Ideen zu verwerfen
  • Zwei einfache Methoden, die dir dabei helfen können, neue Content-Ideen einfach und sinnvoll zu bewerten

Wieso, weshalb, warum & was du für die Bewertung brauchst

Du hast dein Brainstorming für neue Themen erfolgreich beendet und blickst nun auf dein Ergebnis: Blätter voller Ideen, kreuz und quer verteilt und du weißt im ersten Moment gar nicht, womit du als erstes anfangen sollst.

Warum ist eine konstruktive Bewertung der gesammelten Content-Ideen wichtig? Ganz einfach: Dieser Schritt hilft dir bei der Entscheidung und filtert alle Ideen aus dem Haufen zu einer konkreten Liste. Alles, was du dafür brauchst ist ein Überblick aller Ideen, die du beurteilen möchtest und spezifische Kriterien, nach denen diese bewertet werden sollen.

Warum nicht jede Idee überleben kann und sollte

Beim Brainstorming geht es in erster Linie darum, deinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Egal, welche Gedanken in der kreativen Phase aufkommen, egal, wie klein die Idee auch ist – du solltest zunächst alles aufschreiben. Aber gleichzeitig ist auch klar, dass nicht jeder Gedankenblitz für ein komplettes Puzzle reicht. Häufig wird auf den zweiten Blick schon sichtbar, dass manche Ideen komplett gestrichen werden können.

Gerade der Schritt Ideen auszusortieren ist wichtig, weil:

  • eine zu große Auswahl die Entscheidung schwieriger macht
  • es Struktur in das kreative Chaos bringt
  • du dadurch an sonst Zeit für weitere Aufgaben verlierst

Und wenn du dennoch eine Idee hast, für die du im ersten Moment keine Verwendung siehst, diese aber nicht völlig verwerfen willst, lege dir einen „Ideen-Container“ an. Hier kannst du Inspirationen „zwischenlagern“ und sie verschwinden nicht ganz von der Liste.

Jetzt wird´s ernst: Stell deine Content-Ideen auf den Kopf

Um Ideen zu bewerten und die besten zu identifizieren, solltest du alle Entwürfe kritisch hinterfragen – sie eben „auf den Kopf stellen“. Dafür gibt es verschiedene Methoden und mittlerweile hat jeder vermutlich seine eigene Art entdeckt. Aber vielleicht helfen dir die Modelle in diesem Artikel dabei, einen neuen Weg zu finden, deine Content-Ideen zu beurteilen.

Der erste Schritt für eine sinnvolle Bewertung ist es, spezielle Kriterien zu definieren. Diese sollten in jedem Fall beliebig veränderbar und komplementär sein. Baue dir am besten einen eigenen Kriterienkatalog auf.

Tipp: Ich würde dabei nicht mehr als 8-10 relevante Kriterien auswählen!

Beispiele sind: Umsetzbarkeit, Nutzen für die Zielgruppe, Einzigartigkeit, Keyword-Potenzial, Neuartigkeit, Aktualität, Themen-Relevanz, Zeitaufwand, ggf. Kosten, etc.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, deine Ideen an Hand der von dir gewählten Kriterien einzuschätzen, um schließlich zu einer finalen Auswahl zu kommen.

Modell 1: Der 2-Faktoren-Vergleich

Wer hätte gedacht, dass uns der Mathematik-Unterricht doch mal zu Nutze kommt.

Nachdem du die gewünschten Kriterien zusammen hast, suche dir jeweils zwei Faktoren aus, denen du deine Ideen gegenüberstellst. Wie kann das ausschauen? Nehmen wir mal an, wir wollen die gesammelten Content-Ideen mit den Faktoren Umsetzbarkeit und Nutzen beurteilen:

Content-Ideen beurteilen_Modell 1

Idee F schneidet hier mit Abstand am besten ab. Natürlich kannst du diese Methode auch mit anderen Faktoren beliebig weiterführen. So lange, bis du zum Beispiel nur noch 20 Content-Ideen übrig hast. Die Restlichen können entweder ganz verworfen oder in dem schon erwähnten „Content-Container“ zwischengelagert werden.

Vorteil dieser Methode: Du hast immer einen konkreten Bezug, da jeweils zwei Kriterien betrachtet werden.

Modell 2: Punkte-Kriterien-System

Bei diesem Modell stellst du deine Ideen gleich allen Kriterien gegenüber und bewertest diese einzeln nach Punkten auf einer Skala von 1-10 (1=niedrig; 10=hoch).

Content-Ideen bewerten_ Modell 2

Die Ergebnisse bei dieser Analyse zeigen genau, wie welche Ideen unter Berücksichtigung aller relevanten Kriterien abgeschnitten haben. Damit hast du gleichzeitig eine Liste deiner Top-Ideen, die auch Struktur und Erstellung des Redaktionsplans erleichtert. In diesem Beispiel steht Idee D auf dem ersten Platz der Liste, dicht gefolgt von Ideen A, E und C. Allerdings bedeutet das Ergebnis nicht direkt, ob eine Idee wirklich bei der Zielgruppe ankommt und nützlich ist. Letztendlich hängt es immer noch von der Umsetzung ab und wie gut der Gedanke in das bestehende Konzept (z.B. den Blog) integriert wird.

Vorteil dieser Methode: Hierbei hast du einen Gesamt-Überblick aller Kriterien im Vergleich zu allen Ideen.

Fazit: Was beim Bewerten deiner Content-Ideen wichtig ist

Die beiden Modelle, die ich euch vorgestellt habe, sollen kein sicheres Rezept für die Bewertung von Ideen sein. Sie dienen lediglich als Entscheidungshilfe und Orientierung. Am Ende kommt es vor allem noch mal darauf an, das Ergebnis zu reflektieren und in Kontext zu deinem Blog, deiner Website oder deinem Projekt zu stellen. Genauer gesagt solltest du im letzten Schritt interne (Sicht des Bloggers, Texters, Autor) und externe Faktoren (Perspektive des Lesers, der Zielgruppe) betrachten, um deinen Ideen-Pool sinnvoll zu filtern.

Folgende Fragen können dir dabei noch mal helfen:

  • Passt die Idee inhaltlich zum Thema meines Blogs, meiner Seite?
  • Verspricht die Idee den Nutzen bzw. erfüllt die Idee das Bedürfnis meiner Zielgruppe?
  • Ist das Suchvolumen des Themas interessant? Besteht überhaupt eine Nachfrage?
  • Was haben andere bereits zu diesem Thema geschrieben? Kann ich mich mit meiner Idee absetzen?
  • Habe ich überhaupt die notwendigen Ressourcen (z.B. das Wissen), um die Idee umzusetzen?
  • Ist die Idee eine Eintagsfliege oder auch über einen längeren Zeitraum relevant?

Wie geht ihr bei der Ideen-Bewertung vor? Habt ihr hier ein bestimmtes Vorgehen gefunden, welches euch dabei hilft? Schreibt es gerne in die Kommentare! Natürlich auch, wenn ihr Fragen habt…

 

Share this Story

Related Posts

4 Comments

  1. bknicole

    20. Februar 2017 at 13:16

    Sehr interessanter Beitrag. Finde auch die Strategien super. Wende aber jetzt für die Themensuche bei mir solche Dinge eher unbewusst an. Generell ist es bei mir so, dass ich auch erstmal alle Ideen aufschreibe und dann diejenigen umsetzten, bei denen es mich so richtig in den Fingern kribbelt was dazu zu schreiben. Gibt aber dann auch Beiträge, die wirklich sehr lange im Dashboard verweilen, teilweise erst sehr spät oder gar nicht online komme. Somit wären solche Methoden wsl nicht verkehrt, um sowas zu verhindern und dann Beiträge zu tippen, die auch wirklich online kommen.

    Reply

    • El Instante

      El Instante

      20. Februar 2017 at 13:47

      Hallo Nicole,

      danke für dein Feedback zu diesem Beitrag.

      Du hattest mir ja schon kurz auf Facebook geschrieben, dass dir der Beitrag gefällt – lieben Dank (:

      Viele andere Texter, Autoren, Blogger etc. gehen ,ähnlich wie du, wahrscheinlich auch nach dem Bauchgefühl oder nach dem Gefühl „wo es richtig in den Fingern kribbelt“ 😉
      Die eigene Motivation spielt natürlich auch eine große Rolle bei der Entscheidung für ein Thema bzw. auch gegen eins. Allerdings sollte das Oberthema über das man schreibt, schon Interesse bei mir selbst wecken.

      Deine Idee finde ich gut, diese Modelle bei Content-Ideen zu nutzen, bei denen man sich nicht 100% sicher ist. Ich denke auch, dass dieses Vorgehen dabei helfen kann, sich zu entscheiden und vor allem einen konstruktiven Blick zu gewinnen.

      Liebe Grüße
      Alexa

      Reply

  2. […] El Instante: Wie du neue Content-Ideen sinnvoll bewertest! […]

    Reply

  3. Ralph

    27. Februar 2017 at 6:48

    Hallo Alexa,

    Deinen Beitrag zur Bewertung neuer Content-Ideen finde ich sehr interessant. Bei all den „Hilfsmitteln“ gehört für einen Schreiber bzw. eine Schreiberin die Selbstdisziplin dazu. Denn am Ende müssen Artikel regelmäßig publiziert werden. Im „Alltagsgeschäft“ passiert dies häufig, dass Artikel geplant und bewertet sind, aber dadurch die Zeit zum Schreiben fehlt.

    Beste Grüße
    Ralph

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Über mich


Ich bin Alexa, 22 Jahre alt und frisch gebackene Bachelorette in Medien- und Kommunikationsmanagement. Im Prinzip kann man mich als Kommunikations-Fetischistin und Wortfindungsfreak bezeichnen. Aber hier in meinem Blog, versuche ich mich mit Wort-Neubildungen eher zurückzuhalten. Hier dreht sich hauptsächlich alles um das Thema Content Marketing und mit welchen Tipps ihr euren Blog zum großen Hai unter kleinen Fischen machen könnt.

Facebook

Blogverzeichnis - Bloggerei.deBlogverzeichnis