Was haben Content-Strategie und Kartenspiele gemeinsam?

Geht es ohne Content-Strategie?

Ganz ehrlich, was funktioniert heutzutage noch, ohne genau zu wissen wohin die Reise gehen soll?

Oder besser: Wie will man ein Ziel erreichen, wenn völlig leer im Raum steht über welche Wege dies geschehen soll?

 

Im Studium lernt man wunderbare Definitionen, Modelle und sonstige Theorien!

Ich, als „Noch-Studentin“, kenne das aktuell noch sehr gut.

Natürlich sind theoretische Grundlagen als Fundament unabdinglich, um überhaupt zu verstehen wie alles funktioniert.

Aber.

Leider hat die Theorie wenig damit zu tun, was uns wirklich im Arbeitsleben erwartet. Meistens läuft die Realtität leider nicht so ab, wie es im Lehrbuch steht…

Das ist einfach so!

Jedenfalls fangen viele Unternehmen einfach an, Content zu produzieren, ohne zu wissen:

„Warte mal, wo wollen wir eigentlich hin?“

Da ja momentan Content Marketing das Buzzword schlechthin ist, wollen viele einfach auf den Trend-Zug aufsteigen, ohne sich vorher mal Gedanken darüber zu machen…

Gerade in der heutigen, stetig weiter fortschreitenden, digitalen, Zeit, wo „Crossmedia“ nicht mehr wegzudenken ist und wir auf allen Social-Media-Kanälen gleichzeitig tanzen wollen, läuft der Hase einfach nicht mehr ohne eine Content-Strategie.

In diesem Fall kann auch wieder die Kommunikationsstrategie ein erster Schritt sein, um sich auf die Content-Strategie langsam vorzubereiten und eine Grundlage zu schaffen.

Wichtig ist dabei, dass die zentrale Botschaft des Contents medial-übergreifend wirkt und nicht mal hier mal da! Das ist wirklich nicht nur totaler Käse, sondern auch Apfelmus! (Man merkt, ich mag Äpfel!)

Welche Funktionen hat die Content-Strategie?

Grundsätzlich hat eine Content-Strategie die Aufgabe: Koordination!

Genauer gesagt, Inhalte an Hand der Probleme und Ansprüche meiner Zielgruppe wählen, denn schließlich ist

der Kunde König.

Zudem ist es natürlich ebenfalls wichtig, den Content mit den Kommunikationszielen zu vereinbaren.

Sonst haben wir am Ende wieder einen großen Informationssalat und letztendlich können die Informationen sich leider noch nicht von alleine anpassen und steuern.

Also: Die Content-Strategie gibt dem ganzen Informations-Chaos eine Struktur und hilft somit den Kunden eine Navigation zu geben.

Ebenfalls gilt es festzulegen, auf welchen Kanälen spielen wir welche Content-Karten aus?

Content-Strategie = Kartenspiel?

Innerhalb der Strategie sollte man festlegen, ob man standardisierte Informationen oder individuellen Content verbreiten will.

Man überlegt ebenfalls, wie in einem Kartenspiel, welche Karte man wann ausspielt, um zu gewinnen, bzw. den Gegner von seiner Strategie abzubringen.

Strategie heißt nämlich auch: Den Gegner geschickt aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn zu einer Reaktion zu zwingen!

Denn wir wollen uns ja mit unserer Content-Strategie einen USP verschaffen, um uns von den zahlreichen Anbietern auf dem Markt abzugrenzen. Oder nicht?

Natürlich!

Aufbau der Content-Strategie!

Ich will hier keine Äpfel mit Rosenkohl oder Tiramisu vergleichen, aber dennoch habe ich eine Lese-Empfhelung abzugeben.

Das Buch „Content Strategy for the Web“ von Kristina Halvorson, beschreibt sehr einfach und dennoch explizit, wie, warum und weshalb ein Unternehmen heutzutage ohne Content-Strategie so nutzlos ist. wie der Weihnachtsmann ohne Weihnachten!

Aber in diesem Artikel heute, stelle ich euch nun meine zwei Versionen vor, um eine Content-Strategie zu entwickeln:

Nummer 1:

Prozess: Content-Strategie

Eigendarstellung

An erster Stelle kommt natürlich erst einmal die Frage: „Wo wollen wir hin?“

Damit ist selbstverständlich was gemeint? Richtig, die Ziele!

Im nächsten Schritt geht es darum zu entscheiden, wie wir unsere Ziele erreichen wollen.

Dazu sind die Kanäle zu bestimmen, auf welchen wir Content verbreiten wollen, darüber hinaus auch die Zielgruppe (die allerdings eigentlich schon viel früher feststehen sollte), sowie kann an dieser Stelle die Copy-Strategie verwendet werden, um – ich will es mal „Architektur des Contents“ – zu bestimmen.

Danach kann man nun beginnen sich Gedanken zu den einzelnen Inhalten zu machen und zu bestimmen, wann welche Inhalte (ungefähr) zeitlich eingebracht werden sollen.

Hier kann ein Redaktions- oder Themenplan hilfreich sein.

Und last, but not beast (ja, ich wähle bewusst den Ausdruck „beast“ ;)) :

Wie kommen unsere Inhalte an? Wie sind die Zuständigkeiten innerhalb des Unternehmens verteilt? Und natürlich auch, die Kostenstruktur und die allgemeine Ressourcen-Allokation.

Als weitere Version, empfehle ich ebenfalls, den klassischen Marketing-Mix für die Content-Strategie zu nutzen. Allerdings habe ich ihn persönlich um ein weiteres „P“ (auch, wenn es nicht mit dem Buchstaben „P“ beginnt) ergänzt.

Nummer 2:

  1. Produktpolitik
  • Was wollen wir für Inhalte anbieten?
  • Sind überhaupt ausreichend Ressourcen dafür vorhanden?
  • Schwerpunkt der Content-Strategie: Individualisierung oder Standardisierung?

 

2. Preispolitik

  • Wollen wir den Content gegen Entgelt oder frei anbieten?
  • Kostenstruktur (für Ressourcen etc.)

 

3. Distributionspolitik

  • Über welche Kanäle wollen wir mit unserem Content gehen und ihn anbieten?

 

4. Markenpolitik

  • Positionierung (Copy-Strategie)
  • Wie wollen wir uns am Markt aufstellen?

 

5. Kommunikationspolitik

 

Alles in allem würde ich, im Aufbau der Content-Strategie und natürlich auch noch weiterhin im Anschluss, Meilensteine vereinbaren, zu denen alle Mitarbeiter auf den gleichen Stand gebracht werden, sodass die Strategie konform innerhalb und außerhalb des Unternehmens funktionieren kann.

Und nun: The Stage is yours:

Wie seht ihr das Thema „Content-Strategie“ ?

 

 

 

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Über mich


Ich bin Alexa, 22 Jahre alt und frisch gebackene Bachelorette in Medien- und Kommunikationsmanagement. Im Prinzip kann man mich als Kommunikations-Fetischistin und Wortfindungsfreak bezeichnen. Aber hier in meinem Blog, versuche ich mich mit Wort-Neubildungen eher zurückzuhalten. Hier dreht sich hauptsächlich alles um das Thema Content Marketing und mit welchen Tipps ihr euren Blog zum großen Hai unter kleinen Fischen machen könnt.

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