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Interview mit Claudia Dieterle!

Interview mit Claudia Dieterle!

Heute ist Claudia Dieterle bei mir im Blog zu Gast. Mit ihr durfte ich ein Interview führen, welches Einblicke in spannende Themen rund um ihre Person und das Thema Bloggen gibt.

Also, los geht´s:

1. Du bist gelernte Bürokauffrau. Nun gehörst du auch seit einigen Jahren mit zur Blogosphäre. Wie hast du deinen Weg ins digitale Abenteuer „Internet“ gefunden? 

Alles hat mit einer Autorenwebsite angefangen, die ich im Oktober 2012 erstellt habe. Im selben Monat habe ich auch mein erstes Profil in den sozialen Netzwerken auf Google+ erstellt. Von da an hat eins das andere ergeben und es wurden weitere Profile angelegt, diverse Programme gekauft, um eine Website, Grafiken und Videos zu erstellen. Meine Neugierde und vielfältige Interessen haben dazu geführt, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Im Artikel „Meine Programmempfehlungen“ sind die Programme, die ich verwende, mit Kurzbeschreibung gelistet. Deine Formulierung „digitales Abenteuer“ gefällt mir sehr gut, da es im Internet viel zu entdecken gibt.

2. Seit 2013 führst du deinen eigenen Blog „tipptrick“. Man kann sagen, dass sich die Blogosphäre, das Verhalten der Internet-User und auch das Social Web an sich, große Veränderungen zu verzeichnen hat. 

Mit dem Wissen von heute: Hättest du dennoch im Jahr 2013 einen eigenen Blog erstellen wollen?

Im Februar 2013 habe ich einen Blog auf der o. g. Website ergänzt. Ich bereue es auf gar keinen Fall, einen eigenen Blog erstellt zu haben, da ich meine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt habe und mir das Bloggen mittlerweile mehr Spaß macht als das Bücher schreiben. Ich habe später auch noch Blogs mit Google Blogger und WordPress erstellt, weil ich beides ausprobieren und inhaltlich von meiner Website und dem Blog bei Jimdo trennen wollte. Beide sind nicht mehr aktiv. Rückblickend hätte ich aus technischen Gründen für meinen Hauptblog besser Google Blogger oder WordPress wählen sollen, weil es beim Blog von Jimdo leider (noch) nicht möglich ist, Kommentare zu abonnieren.
In der Blogparade von Meike Leopold #bloggenohneblog findest du meine Gedanken zum Bloggen mit und ohne eigenen Blog.

3. Du führst nicht nur deinen Blog, sondern bist auch fleißig als Teammitglied bei ZIELBAR aktiv. In deinem aktuellsten Artikel dort „Welchen Wert hat Vertrauen?“, erläuterst du, wie Vertrauen entsteht und welchen Wert es in unterschiedlichsten Kommunikationskanälen hat. Da wir beide Bloggerinnen sind, interessiert mich diesbezüglich vor allem folgende Frage: Welchen Stellenwert gibst du heutzutage noch einem Blog?
Ich denke nicht, dass Blogs aussterben werden, nur weil es mittlerweile diverse Möglichkeiten gibt, auf anderen Plattformen wie Medium, Facebook Notes, LinkedIn Pulse, usw. Artikel zu veröffentlichen. Corporate Blogs werden auch bei uns weiter an Bedeutung zunehmen, weil sie ideal sind, um Neuigkeiten über die Firma zu veröffentlichen oder FAQs der Kunden zu beantworten. Der Vorteil eines eigenen Blogs ist die Unabhängigkeit, da man bei den sozialen Netzwerken nie wissen kann, wie lange es sie noch gibt. Auch ist die Datensicherung schwieriger, wenn man fremd bloggt. Wobei ich, um eine höhere Reichweite zu erreichen, eine Mischung empfehlen würde, d. h. Artikel im eigenen Blog, Gastartikel, Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken, Gruppen oder Communities.

4. Wo wir gerade beim Thema sind. Jeder Blog besteht aus Content – logisch! Gerade der Begriff „Content-Marketing“ schwirrt derzeit über und in allen Köpfen herum. Wie stehst du zu diesem „Trend“?
Ich fange mal ganz oben an bevor ich zum Begriff Content-Marketing komme. Marketing, Werbung und PR sind für mich alle Aktivitäten, um Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen und Kunden zu gewinnen bzw. zu halten. Meiner Meinung nach lassen sich Marketing und PR heute nicht (mehr) voneinander trennen. Bei diesen Aktivitäten gibt es mehrere Strategien, die aufeinander abgestimmt sein sollten, um dieses Ziel zu erreichen. Content-Marketing ist eine davon.
Während Werbung früher einfach das Produkt beschrieben und Gründe geliefert hat, es zu kaufen, muss die Produktbeschreibung heute ansprechend verpackt werden. Der Inhalt wird vermarket und es werden gezielt Gefühle angesprochen, um zum Kauf zu animieren. Daraus ist der Begriff Content-Marketing entstanden. Für mich ist Content-Marketing einfach nur die moderne Bezeichnung für Vermarktung mit digitalen Medien. Der Inhalt ist der wichtigste Punkt bei allen Aktivitäten, deshalb ist Content-Marketing zum Schlagwort geworden. Content muss zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Form präsentiert werden. Das ist die Aufgabe des Content-Marketings.

5. Beschreibe bitte in drei Worten: Was genau bedeutet für dich „Content“?
Content bedeutet für mich „Inhalt mit Mehrwert“. Das Wort „Mehrwert“ ist zwar durch den häufigen Gebrauch abgedroschen, aber es beschreibt treffend, dass Inhalt einen Sinn und Zweck erfüllen, etwas bieten und relevant sein muss. Nur dann erreicht er die Zielgruppe, wenn er nützliche Informationen, Hilfe bietet oder einfach auch Unterhaltung.

6. Wir versetzen uns jetzt in die Rolle einer Wahrsagerin und schauen durch ihre Glaskugel in die Zukunft:
Was möchtest du als Bloggerin bis Ende 2016 erreichen?

  • Ich habe keine konkreten Ziele. So lange mir das Schreiben Spaß macht und ich immer wieder, z. B. durch Blogparaden, inspiriert werde, schreibe und hoffe ich, auch weiterhin treue Leser zu haben, die sich für meine Inhalte interessieren. Ganz besonders freue ich mich immer über Kommentare, die zeigen, dass sich jemand mit dem Inhalt des Artikels auseinandergesetzt hat.

Planst du derzeit, noch ein weiteres Buch zu schreiben?

  • Nein, wie bereits erwähnt, blogge ich mittlerweile lieber.

Wir verzeichnen das Datum „07.03.2026“ – Was glaubst du, wird sich bis dahin vor allem kommunikativ, marketing-technisch und digital verändert haben?

  • Wie in der Blogparade „Erwartungen an das Kommunikations-Jahr 2016“ von Nicolas Scheidtweiler erwähnt, denke ich, dass die Kommunikation sich immer mehr in das Internet verlagern wird. Durch die fortschreitende Digitalisierung werden bereits vorhandene Marketing-Techniken verfeinert werden und es wird neue geben. Die Erfassung und Auswertung von Daten im Internet wird noch weiter ausgebaut werden. Genau diese Daten werden es ermöglichen, Menschen online immer zielgerichteter anzusprechen.

Denkst du, dass das eben angesprochene Thema „Content-Marketing“ nur eine kurzfristige Eintagsfliege ist? Oder wird uns dieser Begriff vermutlich noch längere Zeit verfolgen und bestimmen?

  • Ich denke, dieser Begriff wird uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Die Medien heute sind eine ideale Plattform für verschiedene Content-Marketing-Strategien wie z. B.
    – Geschichten erzählen mit Storytelling, Storyscaping oder Corestory.
    – Echtzeitmarketing, das eigene Produkt mit einem aktuellen Ereignis zu verknüpfen, um Aufmerksamkeit zu erhalten.
    – Einen Influencer zu engagieren, um ein Produkt anzupreisen.
    – Produkte durch Product-Placement geschickt in Szene zu setzen, siehe der aktuelle James Bond, der deshalb scherzhaft Mr. Brand genannt wird.
    Um nur ein paar Beispiele zu nennen, wie beim Content-Marketing der Inhalt auf unterschiedliche Weise vermarket werden kann. Im Internet stehen Informationen sehr schnell zur Verfügung und können ebenso schnell geteilt werden. Ich bin gespannt, welche digitalen Marketing-Strategien noch hinzukommen werden.

7. Gerade bin ich ein wenig in Spiellaune 😉
Zum Schluss noch ein kurzes Frage-Antwort-Quiz:

 

Persönliches

  • Kaffee oder Tee? Ich trinke jeden Tag eine Kanne Tee, auch im Sommer.
  • Gummibärchen, Lakritz oder Schokolade? Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein großer Schokoladenfan bin.
  • Berge oder Meer? Das Meer, ich schwimme gerne.
  • Einsame Insel oder Großstadt? Keines von beiden. Ich finde es am schönsten, in einem etwas ruhigeren Stadtteil in der Nähe der Stadt zu wohnen.
  • Fliegen können oder unsichtbar machen? Wäre beides praktisch, einfach davon zu fliegen oder sich unsichtbar zu machen, wenn es gerade nicht so gut läuft.

 

Berufliches

  • Content-Produktion oder – Distribution? Diese Frage habe ich bereits in deinem Artikel Was ist besser? Content-Produktion oder Content-Distribution? beantwortet. Ich finde, dass man eigenen und fremden Inhalt teilen sollte. Wenn jemand nur eigenen Inhalt teilt, hat er in der Regel weniger Erfolg. Bevor man irgendetwas schreibt, nur damit ein Artikel veröffentlicht werden kann, ist es besser, guten fremden Inhalt zu teilen.
  • Facebook oder Twitter? Ich habe zwar ein Profil und eine Seite auf Facebook, ziehe aber ganz klar Twitter vor. Facebook ist für mich eher privat, auf Twitter finde ich immer interessante Artikel, vor allem auf Englisch, um auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Kommentare oder Likes? Wenn ich einen Artikel gut finde, mache ich gerne eine Gefällt-mir-Angabe, eventuell mit einem kurzen Kommentar. Wenn ich inhaltlich etwas zum Artikel zu sagen habe, kommentiere ich lieber, vorzugsweise im Blog, da ich es immer schade finde, wenn nur in den sozialen Netzwerken kommentiert und diskutiert wird.
  • Bilder oder Videos? Die Grafiken zu meinen Blogartikeln erstelle ich selbst oder ich mache ein Foto, das ich bearbeite. Videos erstellen ist auch eines meiner Hobbys. Meine Blogbilder kannst du dir hier anschauen und meine Videos hier.
  • 140 Zeichen oder 10.000 Zeichen? Ich finde es gut, dass Twitter die Beschränkung von 140 Zeichen bei den Direktnachrichten auf 10.000 erhöht hat, da es doch lästig war, bei längeren Nachrichten 2 oder 3 zu senden, um inhaltlich alles unterzubringen. Aber bei den Tweets finde ich es gut, dass man durch die Zeichenbeschränkung gezwungen ist, sich kurz zu fassen und alles auf den Punkt zu bringen. Mir macht es Spaß, zu kürzen, umzuformulieren, um mit dem Platz hinzukommen. Das sehe ich sportlich.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich für dein Interesse, ein Interview mit mir zu machen und wünsche dir für deinen weiteren beruflichen Weg und deinen Blog viel Erfolg, damit ich noch viele interessante Artikel von dir lesen kann.

Auch ich sage „Danke“ an meine Interviewpartnerin und Bloggerkollegin Claudia Dieterle für ihre Zeit und Lust, mir für ein Gespräch in meinem Blog zur Verfügung zu stehen.

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2 Comments

  1. Claudia Dieterle

    7. März 2016 at 17:56

    Hallo Alexa,

    vielen Dank nochmal für Dein Interesse, ein Interview mit mir zu machen. Es hat mir Spaß gemacht, Deine Fragen zu beantworten.

    Viele Grüße
    Claudia

    Reply

    • El Instante

      El Instante

      7. März 2016 at 22:08

      Hallo Claudia,

      besten Dank für deine Rückmeldung.

      Ich habe mich auch sehr gefreut, dass ich ein Interview mit dir führen durfte und hoffe, das wird nicht unsere letzte Zusammenarbeit gewesen sein.

      Liebe Grüße
      Alexa

      Reply

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Über mich


Ich bin Alexa, 22 Jahre alt und frisch gebackene Bachelorette in Medien- und Kommunikationsmanagement. Im Prinzip kann man mich als Kommunikations-Fetischistin und Wortfindungsfreak bezeichnen. Aber hier in meinem Blog, versuche ich mich mit Wort-Neubildungen eher zurückzuhalten. Hier dreht sich hauptsächlich alles um das Thema Content Marketing und mit welchen Tipps ihr euren Blog zum großen Hai unter kleinen Fischen machen könnt.

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