Kommunikation
6 Tipps: So löst du mit deinem Content Diskussionen aus!

6 Tipps: So löst du mit deinem Content Diskussionen aus!

Die gute alte Schulzeit.

In der Schule gibt es immer Personen, die jeder kennt.

Dort läuft alles ab wie in einem Dorf.

Schnell kochen Gerüchte auf, jeder kennt jeden und plötzlich wird man selbst zum Stadtgespräch.

Das, was im realen Leben häufig unerwünscht ist, sieht in der digitalen Stadt „Internet“ schon anders aus. In Zeiten des Content Shocks müssen wir zwingend die Aufmerksamkeit der User für uns gewinnen – egal wie!

Doch wie bekomme ich endlich mehr Aufmerksamkeit für mich und meine Inhalte?

Natürlich kann man dieses Ziel auf klassischem Wege durch einzigartigen Content erreichen.

Häufig ist in diesem Fall die Rede von „viralem Content“. (Wie ihr diese Art von Inhalt schreibt, könnt ihr in diesem Beitrag lesen)

Hier möchte ich euch 6 einfache Tipps geben, um mit euren Inhalten Diskussionen auszulösen und gleichzeitig DAS Stadtgespräch im Internet zu werden.

___________________________________________________________

1. Die richtigen Fragen stellen

Tipp 1 für mehr Aufmerksamkeit durch Diskussionen: Stelle die richtigen Fragen!

Diese sollte als Grundlage für deinen Blogartikel dienen, worauf die Leser bei dir die passende Antwort finden.

Wichtig dabei ist, dass du deinen Lesern Platz für eigene Gedanken lässt. Das bedeutet, dass dein Artikel lediglich deine persönliche Meinung zu der jeweiligen Frage widerspiegelt.

Weitere Elemente der „richtigen Frage“ bei Diskussionen:

  • Offene Fragestellung (Beispiel: Was sind für die die wichtigsten Ziele im Content Marketing?)
  • Konkrete Fragestellung
  • Emotionaler Hintergrund
  • Ein für deine Zielgruppe relevantes Thema (Identifikation mit dem Thema der Frage)
  • Aktualitätsbezug
  • Persönlichkeit (Frage und Thema betreffen den Blogger persönlich)

2. Nutze die Meinung Anderer

Du hast einen interessanten Blogartikel zu einem Thema aus deiner Nische gelesen, bist aber anderer Meinung als der Autor? Dann schreibe einen eigenen Blogbeitrag dazu und gib deinen Lesern deine persönlichen Tipps.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass du Headline und den Rest des Artikels übernehmen und einfach nur mit deinen Tipps anreichern sollst. In diesem Fall geht es lediglich darum, das Oberthema des Beitrags für dich mitzunehmen und daraus einen eigenen Detailartikel zu formen.

Grundsätzlich geht es um Folgendes: „7 Gründe, warum du große Konkurrenten beim Bloggen brauchst.

Tipps für diese Art von Artikeln:

  • Gib dem Inhalt deine eigene Persönlichkeit
  • Schaue nicht alles ab, sondern nimm den Beitrag als Orientierung für deine Ideen
  • Führe keine destruktive Kritik an dem anderen Blogger
  • Mach deinen eigenen Standpunkt klar

3. Aktuelles Thema als Anlass nutzen

Viele aktuelle Themen liefern diskussionswürdige Grundlagen für zahlreiche Artikel.

Suche dir ein passendes Thema zu deiner Nische. Der einfachste Weg, um an solche Neuigkeiten heranzukommen, ist der übliche „Google Alert“ oder der Cloud-Dienst „Feedly„.

Mit diesen Beispielen erhältst du die wichtigsten News zu deinem ausgewählten Thema.

Die größten Fehler bei der Auswahl aktueller Themen, die dir eine Diskussionsgrundlage bieten sollen:

  • Du kennst dich nicht mit dem Thema aus
  • Dich interessiert das Thema nicht
  • Das Thema passt nicht zu deinem Blog
  • Deine Zielgruppe hat keinen Bezug zu diesem Thema

4. These aufstellen

Eine weitere Möglichkeit, um mit deinem Content Diskussionen auszulösen, bieten Thesen.

Natürlich muss diese auch handfest sein, um damit nicht negativ aufzufallen. (Wobei dies selbstverständlich auch eine Art sein kann, um Aufmerksamkeit zu generieren – aber nicht unser Ziel)

Das beste Beispiel dafür in letzter Zeit, ist der Beitrag von Sodastream-Europachef Henner Rinsche mit seiner gewagten These „Content Marketing ist im Großen und Ganzen Unsinn“.

Zwar hat er damit eine sehr große Diskussion in der Branche ausgelöst, dennoch ist solch eine gewagte These ohne richtige Argumente, ein negativer Schuss in den Ofen für die eigene Reputation.

Das sollte eine gelungene These beinhalten:

  • Gute Thesen regen zur Diskussion an
  • Jede These sollte über eine Gegenthese verfügen
  • Prägnante Formulierung, mit der richtigen Prise an Differenzierung
  • Sie sollte die Basis deiner Argumentation abbilden
  • Sie sollte Zusammenhänge zwischen Themen herstellen

Beispiele:

1. Content Marketing beeinflusst den Käufer in seiner emotionalen Entscheidungsfähigkeit

2. Unternehmen sind in der heutigen Zeit machtlos ohne Content Marketing

3. Content Marketing ist kein Journalismus

5. Die Überschrift

Auch das „einfache“ Element der Überschrift kann eine Diskussion auslösen und dafür sorgen, dass du zum digitalen Stadtgespräch wirst.

Die Headline ist das Schmuckstück eines jeden Blogartikels. Sie sollte nicht nur für Interesse sorgen, sodass dein Artikel überhaupt geklickt und gelesen wird. Eine wirklich gute Headline sollte bestenfalls ein Versprechen beinhalten, welches durch deinen Artikel erfüllt wird. Und so kann eine Überschrift eben auch eine Diskussion anregen und auslösen.

Doch wie muss solch eine Headline gestaltet sein?

  • Sie kann als These aufgestellt sein
  • Sie verspricht etwas, wovon deine Leser niemals glauben würden, dass es funktioniert
  • Sie ist provokant und direkt
  • Sie trifft den emotionalen Kern deiner Leser
  • Sie ist als diskussionswürdige Frage formuliert

6. Eine Feststellung formulieren

Der sechste Tipp, um mit deinen Inhalten aufzufallen, ist es Feststellungen aus deiner Branche zu formulieren. Dies können Erfahrungen sein, die dir in den letzten Wochen besonders aufgefallen sind wie zum Beispiel, dass deine Zielgruppe sich verändert hat oder deine Beiträge plötzlich grandiose Reichweiten erzielen.

Ein aktuelles Beispiel dafür kommt von Gero Pflüger. Diese Woche habe ich auf Twitter von ihm eine Feststellung gelesen, die gleich eine kleine, unerwartete Diskussion ausgelöst hat:

Diskussionen im Content Marketing

Damit hat er bei vielen einen Punkt getroffen, in dem sich einige wiedergefunden haben. Und genau das war der Auslöser für einige Kommentare und Reaktionen auf seinen Tweet.

Weitere Tipps für Feststellungen mit Diskussions-Charakter:

  • Persönliche Erfahrungen
  • Aktueller Bezug
  • Identifikation für deine Zielgruppe
  • Häufig gestellte Fragen deiner Zielgruppe
  • Eine Aussage je Feststellung

Fazit: Diskussionen im Content Marketing

Diskussionen bieten eine ideale Möglichkeit, um mit deiner Zielgruppe in den direkten Dialog zu gehen. Dadurch ergeben sich häufig interessante Perspektiven, die wiederum Potential für neue Artikelideen beinhalten. Weiterhin erhältst du durch diskussionswürdigen Content nicht nur eine höhere Reichweite, sondern erfährst gleichzeitig auch mehr über das Verhalten und die Einstellung deiner Leser.

Damit geben dir Diskussionen eine Chance, um endlich mehr Aufmerksamkeit für deine Inhalte zu erhalten. Und zudem bekommst du auf diese Art auch mehr Kommentare in deinen Blog 😉

Welche Erfahrungen konntet ihr bereits mit Diskussionen machen? Und hattet ihr selbst schon Inhalte, die zu einer Diskussion geführt haben?

 

 

 

 

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6 Comments

  1. Claudia Dieterle

    11. April 2016 at 18:28

    Hallo Alexa,

    Zu 1: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, offene Fragen zu stellen. Wenn Dein Gegenüber mit „ja“ oder „nein“ antworten kann, ist das Gespräch oder die Diskussion schnell beendet.
    Zu 2: Eine andere Meinung zu haben, ist auch ein guter Grund, im Blog zu kommentieren, gerade dadurch kommen gerne Diskussionen zustande. Aber das als Inspiration für einen eigenen Artikel aufzugreifen und dann fairerweise die Inspirationsquelle zu erwähnen und zu verlinken, ist natürlich auch eine gute Idee.
    Zu 3: Über Google Alert erhalte ich auch oft Infos über interessante Artikel.
    Zu 4: Eine These aufzustellen oder eine Gegenthese, die dann vielleicht auch gleich noch eine provokante Überschrift ist, ist ein guter Aufhänger für einen Artikel. Die muss dann natürlich gut begründet werden und zum Schluss eine offene Frage haben, damit Leser die These bestätigen oder widersprechen.
    Zu 5: Stimmt, das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass die Überschrift halten muss, was sie verspricht, sonst ist der Leser schnell wieder weg.
    Zu 6: Richtig, wenn mir etwas auffällt, inspiriert mich das auch gerne zu einem Artikel.

    Der Dialog und die Interaktionen sind besonders wichtig, wenn ein Blogger auf Kommentare nicht reagiert, darf er sich nicht wundern, wenn keine Diskussion zustande kommt und die Kommentare irgendwann ausbleiben.

    Viele Grüße
    Claudia

    Reply

  2. El Instante

    El Instante

    13. April 2016 at 12:10

    Hallo Claudia,

    vielen lieben Dank für dein ausführliches Feedback zu diesem Artikel.

    Ich stimme dir zu den von dir genannten Punkten auf jeden Fall zu.
    Vor allem der Aspekt „offene Fragen“ finde ich wichtig, denn wie du schon sagst kann sonst keine vernünftige Diskussion zustande kommen, wenn die Leute in ihrer Antwortmöglichkeit eingeschränkt werden.

    Weiterhin ist es bei „2: Die Meinung anderer nutzen“ besonders wichtig, die Inspirationsquelle anzugeben und sich auf den Blogger/Autor konkret zu beziehen.

    Hast du denn bisher schon Erfahrungen (Positive wie Negative) mit Diskussionen machen können? Vor allem auch vielleicht mit einem deiner eigenen Artikel?

    Ich freue mich auf deine Rückmeldung.

    Liebe Grüße
    Alexa

    Reply

    • Claudia Dieterle

      13. April 2016 at 13:03

      Hallo Alexa,

      ein guter „Trick“ beim Antworten auf einen Kommentar einfach eine neue Frage zu stellen oder um die Meinung des Kommentators zu bitten, dann kommt oft wieder ein Kommentar. 🙂
      In meinem Blog habe ich schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass Leser das Thema interessant finden und im Kommentar ihre Meinung oder ihre Erfahrungen dazu ergänzen. Das ist meist der Fall, wenn man ein aktuelles Thema, das andere auch beschäftigt, aufgreift.

      Viele Grüße
      Claudia

      Reply

  3. El Instante

    El Instante

    13. April 2016 at 16:57

    Hallo Claudia,

    meistens geht dieser „Trick“ auf, das stimmt 🙂
    Aber ich muss sagen, dass ich es selbst auch schön finde, wenn Blogger mit einer Frage auf meinen Kommentar antworten, weil man dadurch merkt, dass sich derjenige/diejenige wirklich mit mir auseinandergesetzt hat und Interesse zeigt.

    Das ist immer wieder spannend, die Erfahrungen und Meinungen der Leser zu entdecken. Auch in diesem Fall kommen neue Perspektiven zustande.

    Liebe Grüße
    Alexa

    Reply

  4. […] Wer Beiträge im Internet veröffentlicht, muss allerdings auch mit Reaktionen darauf rechnen. Wie du mit deinem Content ganz gezielt Diskussionen auslösen kannst, habe ich vor einigen Monaten a…. Dass diese Reaktionen dabei nicht nur positiv ausfallen können, sollte jedem klar sein! (Hoffe […]

    Reply

  5. […] […]

    Reply

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Über mich


Ich bin Alexa, 22 Jahre alt und frisch gebackene Bachelorette in Medien- und Kommunikationsmanagement. Im Prinzip kann man mich als Kommunikations-Fetischistin und Wortfindungsfreak bezeichnen. Aber hier in meinem Blog, versuche ich mich mit Wort-Neubildungen eher zurückzuhalten. Hier dreht sich hauptsächlich alles um das Thema Content Marketing und mit welchen Tipps ihr euren Blog zum großen Hai unter kleinen Fischen machen könnt.

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